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Das Produktmanagement nimmt bei deutschen Unternehmen einen hohen Stellenwert. Für knapp 60 Prozent weisen Bereiche wie Produktinnovation, Markenpolitik oder Prozessorganisation eine hohe Priorität im Hinblick auf strategische Entscheidungen auf. Zudem ist bei mehr als der Hälfte der Unternehmen eine gezielte Ausrichtung ihrer Produktpalette auf jeweiligen Markt fest in die Unternehmensstrategie integriert. Dass sich dies in barer Münze auszahlt, zeigt, dass unter den Umsatzgewinnern der Anteil der Unternehmen, die strategische Marktplanung betreiben, mit 58,7 Prozent an erster Stelle liegt. Bei den Umsatzverlierern hatte nur ein knappes Drittel überhaupt eine strategische Ausrichtung des Produktmanagements vorgenommen. Dies ist das Ergebnis der Potenzialanalyse Produktmanagement von Steria Mummert Consulting und wiwo.de
Nachholbedarf besteht besonders bei der Konfiguration von Produkten und Dienstleistungen. So gaben 40 Prozent der Befragten an, dass ihre Möglichkeiten bei der Anpassung ihres Angebotsportfolios an Markttrends nur als durchschnittlich zu bezeichnen seien. Besonders die Unternehmen, bei denen Produktmanagement eine niedrige bis sehr niedrige Priorität aufweist, stechen durch eine unzureichende Konfiguration hervor. Zudem weisen sie auch deutliche Defizite bei Innovation und systematischen Entwicklungsprozessen auf. Unternehmen mit intensivem Produktmanagement dagegen sehen sich größtenteils (66,3 Prozent) in der Lage, Produkte mit hohem Innovationsgrad und Margen auf den Markt zu bringen, wobei sie hierbei von systematischen Entwicklungsprozessen profitieren.
Verbesserungsbedürftig ist auch die Kommunkation, bei der immer noch 30 Prozent der Umsatzgewinner ihr Feedbackverhalten als durchschnittlich oder schlechter einschätzen. Gleichzeitig benötigen Produktinformationen aus dem Praxiseinsatz bei Kunden viel Zeit, um bis in die Entwicklungsprozesse zu gelangen. So beträgt die Zeitspanne zwischen Rückmeldung und Berücksichtigung in der Produktabteilung bei knapp 70 Prozent der Unternehmen mehr als ein Vierteljahr.
Schwächen sind auch bei der Kontrolle des Produktmanagements festzustellen. Gut die Hälfte der Unternehmen legt keinen besonderen Wert darauf, den Erfolg ihrer Strategie zu überprüfen, auch wenn die Wirkung auf den Geschäftserfolg unbestritten ist. Bei den Umsatzgewinnern dagegen verfügen 29 Prozent über eine sehr gute Kontrolle des Produktmanagements und lassen die Umsatzverlierer mit einem Anteil von null Prozent klar hinter sich.
Die Potentialanalyse Produktmanagement stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit wiwo.de und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde. Die Befragung lief vom 19. Dezember 2006 bis zum 24. Januar 2007. 155 Fach- und Führungskräfte nahmen an der Umfrage teil.
