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Studie: Jedes zweite Unternehmen will in seine BI-Fitness investieren

09.04.08

Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen will sich in den nächsten zwei Jahren verstärkt um seine Fitness in Sachen Business Intelligence (BI) kümmern. Nach einer Erhebung von Actinium Consulting sollen dabei insbesondere externe Kompetenzen für die Implementierung und Strategieentwicklung in Anspruch genommen werden.

Laut der Studie beabsichtigen 57 Prozent der fast 300 befragten Firmen, bis Ende 2009 in die bestehende oder eine neue BI-Infrastruktur zu investieren. Weitere 19 Prozent haben hierzu noch keine Entscheidung getroffen, während in der Prioritätenliste von einem Viertel der Unternehmen derzeit nichts von Business Intelligence steht.

Auf die Frage, mit welchen externen Fachressourcen sie zu mehr BI-Fitness gelangen wollen, steht in der Pole Position mit 44 Prozent die Unterstützung bei den Implementierungsprojekten. An zweiter Stelle rangiert die Beratung zur Entwicklung von BI-Strategien (39 Prozent). Ein Drittel der Befragten will zudem auf fachlichen Rat bei der Evaluierung der BI-Tools zurückgreifen, dagegen scheint bei den Anwendern der Bedarf an einem Coaching bei Strategien oder Projekten deutlich geringer zu sein. Nur gut ein Viertel der Befragten will sich auf diese Weise zielsicher durch die BI-Vorhaben führen lassen. Vergleichsweise noch seltener (24 Prozent) wollen sie mit einer Potenzialanalyse beginnen, um zu einem objektiven Status ihrer individuellen Bedingungen mit verlässlichen Handlungsempfehlungen zu gelangen.

Gerade dieses Ergebnis der Erhebung stößt bei dem Actinium-Geschäftsführer Klaus Hüttl auf Unverständnis. „Ohne eine genaue Klärung der Ausgangssituation besteht beim Ausbau der BI-Infrastruktur genauso wie bei ersten Schritten in die Business Intelligence-Welt keine stabile Basis für erfolgreiche Projekte“, gibt er zu bedenken. Ein Fitnesscheck der BI-Bedingungen müsse sowohl technische Aspekte als auch die Prozesse und Effizienzverhältnisse systematisch analysieren.

Weniger wundert den Consultant, dass der Blick auf die technische Implementierung für die Unternehmen höher gewertet wird als die strategische Ausrichtung. „Dies ist die regelmäßige Erfahrung in der Praxis, obwohl die Schwachpunkte üblicherweise gerade auf der strategischen Ebene liegen“, problematisiert Hüttl. Insofern müssten die Unternehmen gerade in dieser Hinsicht dafür sorgen, dass ein Transfer von Best Practice-Ansätzen zur Optimierung der strategischen Ausrichtung vorgenommen werde. „Es wird in den Unternehmen oft schon über die technische Realisierung diskutiert, bevor überhaupt die konkreten Zielsetzungen definiert und auf ihre Umsetzbarkeit hin abgeprüft sind“, fordert er ein Umdenken.

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