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Studie: Unsicherheit bei den SAP-Anwendern in Sachen BI-Strategie

02.06.08

Die meisten SAP-Anwender sind konzeptionell noch nicht auf die veränderte Business Intelligence-Ausrichtung der SAP AG nach der Übernahme von Business Objects vorbereitet. Der Nutzen des Mergers für die Unternehmen wird in vielen Fällen auch kritisch bewertet. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Erhebung der Unternehmensberatung coretelligence und des Business-Portals Solutionsparc.com unter SAP-Anwendern.

Darin geben 71 Prozent der Firmen an, dass sie derzeit noch keine Antwort auf den Wechsel der BI-Strategie des Walldorfer Softwarehauses haben. Lediglich jeder zehnte Anwender sieht sich bereits in der Lage, die eigenen Business Intelligence-Ziele darauf ausrichten zu können. Noch keinerlei Einschätzung hierzu haben 18 Prozent der Befragten.

Eine ähnlich unklare Positionierung herrscht in der Frage, wie die Unternehmen die veränderten BI-strategischen Perspektiven im SAP-Umfeld bewerten sollen. Die größte Gruppe mit insgesamt 43 Prozent bilden Anwender, die sich skeptisch oder sogar sehr kritisch äußern. Positive Erwartungen hat hingegen nur ein Viertel der Firmen, während ein Drittel noch unschlüssig in der Bewertung ist.

Gegenwärtige Phase zur Modernisierung nutzen
Entsprechend zurückhaltend zeigen sie sich mehrheitlich, wenn es um die weiteren Schritte geht. So bestehen bei 34 Prozent gegenwärtig weder Ressourcen noch Budgets, um auf die veränderten Bedingungen zu reagieren. Weitere 42 Prozent haben sich noch gar nicht mit diesbezüglichen Planungen beschäftigt. Lediglich 12 Prozent geben in der coretelligence/Solutionsparc.com-Erhebung an, dass für solche zukunftsgerichteten BI-Projekte die Manpower zur Verfügung stehen würde, bei doppelt so vielen Unternehmen stehen immerhin die finanziellen Mittel bereit. Sofern die Anwender denn bereits Migrationsvorhaben konkreter ins Kalkül gezogen haben, sollen diese Maßnahmen vor allem mit externer Unterstützung realisiert werden. Dabei wollen die Unternehmen insbesondere freie Berater (13 Prozent) oder Kompetenzen der SAP AG (8 Prozent) in Anspruch nehmen. Allerdings haben auch hierzu fast drei Viertel der befragten Unternehmen noch keine Entscheidung getroffen.

„Die Unsicherheit der Anwender ist verständlich, weil einerseits möglicherweise deutliche Migrationsanforderungen zu erwarten sind und andererseits die Frage der gemeinsamen Plattform für die SAP- und Business Objects-Produkte zwangsläufig so schnell noch nicht beantwortet werden kann“, urteilt coretelligence-Geschäftsführer Andreas Wilmsmeier. Ein Stillstand in den BI-Strategien der Unternehmen sei trotzdem keine Alternative und auch nicht notwendig. „Die gegenwärtige Phase lässt sich auch als eine große Chance zur Konsolidierung und Modernisierung der BI-Infrastruktur betrachten“, kann Wilmsmeier der Situation auch etwas Positives abgewinnen. Eine Kombination der SAP und Business Objects-Welten verspricht aus seiner Sicht den Anwendern perspektivisch einen erheblichen Mehrwert. „Aber da kein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht, kann diese Zeit genutzt werden, um die bisherige BI-Positionierung differenziert zu überdenken und eine Modernisierung der Strategie einzuleiten“, empfiehlt der Consultant.

BI-Event informiert über die Roadmap der SAP AG
Die Academy von Solutionsparc.com führt am 03. Juli in Heidelberg eine Premium-Veranstaltung für Fach- und Unternehmensentscheider zu Business Intelligence durch, die sich auch der zukünftigen BI-Roadmap der SAP AG nach der Übernahme von Business Objects widmen wird. „Dies soll die Anwender in ihrer weiteren BI-Orientierung unterstützen“, unterstreicht Holger Stelz, Geschäftsführer der ISV ecoNet GmbH als Betreiber des Business-Portals, die Zielsetzung. Die Anmeldung zum Business Intelligence-Event am 03. Juli in Heidelberg kann elektronisch unter www.solutionsparc.com erfolgen.

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