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Studie zu Risiken von Web 2.0

27.09.10

Unter dem Titel „Web 2.0 – Ein komplexer Balance-Akt“ werden neben der Nutzung und den Risiken auch die Motivation für eine Nutzung von Web 2.0-Angeboten im Auftrag von McAfee in Zusammenarbeit mit dem Center for Education and Research in Information Assurance and Security (CERIAS) an der Purdue University hinterfragt. Das zentrale Ergebnis: Unternehmen wissen um die Potenziale, sind sich aber im Unklaren, ob und wie die neuen Möglichkeiten in den täglichen Arbeitsablauf eingebunden werden sollen.

Web 2.0-Nutzung in den USA gering
Insgesamt ist der Anteil der befragten Firmen hoch,  die Web 2.0 nutzen. In Brasilien, Spanien und Indien beträgt der Anteil 90 Prozent oder mehr. Die geringsten Nutzerraten sind in den US-amerikanischen Unternehmen, bei Arbeitgebern aus dem Vereinigten Königreich, in Australien oder Kanada zu finden.

Umsatzsteigerung als Hauptmotiv der Nutzung
Global einheitlich ist die Motivation hinter der Inanspruchnahme von derartigen Angeboten. Drei von vier befragten Unternehmen nannten im Rahmen der Erhebung das Erschließen neuer Einnahmequellen als Grund. Knapp jedes zweite Unternehmen (40 Prozent) sehen vor allem Produktivitätsgewinne und neue Möglichkeiten für das  strategische Marketing als Vorteil.

Sicherheit bremst Euphorie
Die Hälfte der befragten Unternehmen bezeichnet die IT-Security als das größte Problem im Zusammenhang mit der Nutzung von Web 2.0-Funktionen. In einem Drittel der Fälle verhindern die Risiken den unternehmensweiten Gebrauch. Neben dem „Import“ von Malware (35 Prozent), Virenbefall (15 Prozent), einem möglichen Kontrollverlust über die Informationen (11 Prozent) wurde auch das Einschleppen von Spyware (10 Prozent) von den Umfrageteilnehmern als Risiko angegeben.

Rufschädigung als Bedrohungsszenario
60 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Gefahr, dass durch falsche oder unangebrachte Verwendung von Web 2.0 die Möglichkeit einer Ruf- oder Imageschädigung entstehen könnte. Darüber hinaus nannten sie den Verlust von Vertrauen und Kunden als Gefahr. Bei einem Drittel brachten die neuen Web-Angebote unerwartete hohe Kosten mit sich, 14 Prozent berichten über Gerichtsverfahren oder juristische Tauziehereien, welche den Konten der eigenen Mitarbeiter zuzuschreiben sind, weil vertrauliche Informationen den Weg an die Öffentlichkeit fanden.

Blockieren statt Nutzung definieren
Dem Motto Gefahr erkannt – Gefahr gebannt folgend, blockieren weltweit 13 Prozent der Unternehmen die Nutzung von Social Media und Web 2.0 generell. In mehr als drei Vierteln (81 Prozent) der befragten Unternehmen ist mindestens ein entsprechendes Angebot aus Sorge um die IT-Sicherheit blockiert. Fast ein Drittel hat keinen Richtlinien für Nutzung an die Mitarbeiter ausgegeben und bei einem Viertel wird der Gebrauch von Social Media und Web 2.0 überwacht.

Im Rahmen der weltweiten Studie wurden mehr als 1.000 Entscheidungsträger aus 17 Ländern um Rede und Antwort gebeten.

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