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Thesen zur Zukunft von Social Media in 2011

07.02.11

Social Media steht in den Marketing-Abteilungen derzeit hoch im Kurs. Die Akteure auf der Anbieter-seite lassen keinen Versuch ungenutzt auf die möglichen Potenziale hinzuweisen. Doch Best Practices als Richtwert für mögliche werbliche Maßnahmen suchen die Unternehmen vergebens, da die Angebote noch zu neu und die Einstellung der Nutzer derartiger Angebote in Hinblick auf die werbliche Nutzung dieser Kanäle weitestgehend unbekannt sind. Über eines sind sich Social Media-Anbieter und Unternehmen einig: man muss die Angebote werblich nutzen. Für den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) Grund genug, einmal in die sozial-mediale Zukunft zu blicken:

Integration in die Organisationsstrukturen
Die Frage nach der richtigen Organisationsform für den Bereich Social Media wird in diesem Jahr ein größeres Thema. Nerdige Hobby-Lösungen mit und von Praktikanten haben nach Meinung des Verbands ausgedient. Die hype- und Trendphase ist abgelaufen und nun gilt es, entsprechende und disziplinübergreifende Organisationsstrukturen aufzubauen. Die Unternehmenskommunikation wird hierbei abteilungsübergreifend eine zentrale Rolle spielen.

Employer Branding 2.0
Auf der Suche nach neuen Arbeitskräften wird Social Media künftig stärke für Recruting-Prozesse genutzt. Statische Personalbereiche auf Homepages und reine Anzeigenportale haben in den Augen des BVDW ihre Vorreiterrolle verloren. Neben Kunden  setzen auch Bewerber auf user generated Content in ihren Entscheidungsprozessen und informieren sich über die Unternehmen anhand ihrer Präsenz und ihrer Bewertung sowie der Aktivitäten bei xing, Facebook und co.

Produktentwicklung wird sozialisiert
Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen wird auf breitere Beine gestellt. Eine extrem breite Wissensbasis als Input zur Produktentwicklung und extrem schnelles Feedback führt zunehmend zu „adaptive Engineering“.

CRM nimmt nächste Evolutionsstufe im Reifeprozess
In diesem Jahr sieht der Verband eine beginnende Verschmelzung verschiedener CRM-Bereiche mit Social Media-Komponenten. Leadmanagement, Kundenservice und Kundenbindung sind die ersten CRM-Disziplinen, in denen diese Entwicklung spürbar wird.

Unternehmen aus der zweiten Reihe gehen Nutzung an
Bisher haben die großen Unternehmen die Entwicklung von Social Media Marketing vorgetrieben. Es zeichnet sich ab, dass nun auch mittelständische Unternehmen, Industrie, B2B und Verbände den Mehrwert erkennen und zur Nutzung übergehen.

Social Intelligence wird zum Erfolgsfaktor trotz fehlender Messbarkeit des Erfolgs
Das Monitoring der Aktivitäten war bereits 2010 ein heißes Thema. In diesem Jahr soll es nun darum gehen, die Verfahren und Lösungen zu optimieren. Darüber hinaus sollen Antworten auf die Frage nach der Nutzung des Wissens gefunden werden. Daneben wird auch die Erfolgsmessung ein Thema sein.

Neue Berufsfelder entstehen
Die Nutzung von Social Media erfordert von den Mitarbeitern neue Fähigkeiten. Gelerntes Marketingwissen ist nur in Teilen anwendbar. Community Manager sind laut dem Verband die neuen Arbeitnehmer und damit gleichzeitig auch Erfolgsfaktoren der Kommunikation. Diese Veränderungen beenden zu einem gewissen Teil auch die herkömmlichen Marketing Kampagnen. Media wird nicht mehr gekauft, sondern verdient. Der Beginn einer Kampagne wird künftig nicht mehr das Ende der Arbeit der Marketingabteilungen sein, sondern vielmehr ihr Beginn.

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