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Trigonum-Studie: Unternehmen kennen ihre IT-Kosten nicht

08.11.07

Um die Transparenz der IT-Kosten in den Unternehmen ist es offenbar deutlich schlechter bestellt als vielfach angenommen. Nach einer Studie des Hamburger Beratungshauses Trigonum GmbH bestehen in dieser Hinsicht lediglich in jedem fünften Fall positive Bedingungen, in weiteren 37 Prozent der Firmen herrschen zumindest befriedigende Verhältnisse. Doch zwei von fünf der fast 400 befragten Mittelstands- und Großunternehmen bezeichnen die Kostentransparenz in ihrer Informations- und Kommunikationstechnik als unbefriedigend, jeder sechste IT-Verantwortliche bewertet sie sogar als „sehr optimierungsbedürftig“.

Als hauptsächliche Ursache hat die Trigonum-Erhebung zu komplexe Kostenstrukturen ermittelt. Dieses Problem wird von 71 Prozent der IT-Manager als Grund angeführt. Ähnlich viele urteilen, dass sich auch die kontinuierlichen Veränderungen der Kostenverhältnisse negativ auswirken. Für drei von fünf Unternehmen tragen zudem mangelnde personelle Ressourcen sowie unzureichende Methoden und Tools zur Unübersichtlichkeit in Sachen IT-Aufwendungen bei. Aber häufig wird dem Blick auf die Kosten auch nicht genug Priorität beigemessen: Mehr als jeder zweite der befragten IT-Verantwortlichen gesteht ein, dass die Aufmerksamkeit dafür im Tagesgeschäft oft verloren geht.

Als Konsequenz aus der mangelnden Transparenz werden die Unternehmen in ihrem Kostenmanagement erheblich behindert. So urteilen 54 Prozent, dass sie in ihren Möglichkeiten zur durchgängigen Kostenoptimierung deutlich eingeschränkt sind. Auch die Kostentreiber können oft nur durch Zufall identifiziert werden. Hinzu kommen Nachteile bei den Jahres- und Budgetplanungen wegen fehlender konkreter Zahlen und lassen sich die Technikkosten intern schwerer argumentieren. Allerdings resultieren längst nicht für alle IT-Manager aus einer geringen Kostentransparenz zwangsläufig negative Folgen: Denn 23 Prozent urteilen, dass vermutlich nur geringe Nachteile entstehen.

Für den Trigonum-Geschäftsführer Peter Bodino verbergen sich hinter den Ergebnissen der Studie sehr tief greifende Probleme. „Die Kosteneffizienz der IT gehört heute zwar zum typischen Vokabular jeder Strategiebeschreibung, in der konkreten Umsetzung herrscht aber noch ein gewaltiges Defizit zwischen Anspruch und Wirklichkeit.“ Insofern sei Wirtschaftlichkeit oft nicht mehr als ein opportunes Lippenbekenntnis. „Denn wer seine Kostenverhältnisse letztlich nur in sehr groben Zügen kennt, der kann kaum substanzielle Wirtschaftlichkeitsbewertungen bei technischen Implementierungen oder Serviceprojekten vornehmen“, kritisiert der Consultant.

Er wundert sich auch über den geringen Einsatz von Tools zur Abbildung und dem Management der Kosten. „Das spart Zeit und macht jede Budgetierung auch einfacher“, will Bodino das Argument geringer Ressourcen nicht gelten lassen. „Es mangelt am Bewusstsein und weniger an den Möglichkeiten“, kritisiert er.

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