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Trotz Standardlösungen wächst der Bedarf an Individualprogrammierung

18.09.08

Auch wenn die Unternehmen zunehmend auf Standardapplikationen setzen, geht dies nicht zulasten der Individuallösungen. Nach einer Markterhebung des Systemhauses C&P AG unter rund 350 Mittelstands- und Großunternehmen erwartet nur ein Drittel der IT-Verantwortlichen mittelfristig einen deutlichen Abwärtstrend bei der individuellen Softwareentwicklung. 37 Prozent sehen vorläufig keine wesentliche Veränderung, während drei von zehn sogar von wachsenden Perspektiven für Individualapplikationen ausgehen.

Aktuell jedenfalls ist der Bedarf an externen Entwicklungsservices für Individuallösungen bei den befragten Unternehmen noch hoch und zeigt sogar einen deutlichen Trend Richtung Wachstum: Während 51 Prozent der Unternehmen Softwareprojekte in einem größeren Umfang als bisher mit Unterstützung Dritter realisieren lassen, kalkuliert ein Viertel der Firmen für dieses Jahr mit einer geringeren Auftragsvergabe als 2007. Bei allen anderen bestehen keine nennenswerten Veränderungen.

„Trotz der kontinuierlichen und zuletzt sogar verstärkten Standardisierungsbemühungen in praktisch allen Softwarebereichen bleiben auf lange Sicht Spezialanforderungen bestehen, die sich nur über individuelle Lösungen ausreichend abbilden lassen“, interpretiert Kurt Glabischnig, Vorstand der C&P AG, die Ergebnisse der Erhebung. „Deshalb erfordern die jeweiligen Besonderheiten der Geschäftsprozesse in den Unternehmen eine Koexistenz von Standard- und Individualapplikationen, woran sich auf lange Sicht nicht grundsätzlich etwas ändern wird“, prognostiziert er.

Trotzdem hat mehr als die Hälfte aller Firmen in letzter Zeit die internen personellen Ressourcen für die Individualentwicklung abgebaut. Nur 7 Prozent stockten sie auf, während es hier beim Rest keine wesentlichen Veränderungen gegeben hat. Glabischnig führt dies auf Flexibilitätsüberlegungen der Anwender zurück. „Es besteht oft keine kontinuierlich ausreichende Auslastung bei spezifischen fachlichen Anforderungen, deshalb setzen sie stattdessen bedarfsweise externe Ressourcen ein“, weiß er aus seinen Praxiserfahrungen. „Dies ist im Regelfall wirtschaftlicher, außerdem entsteht ein größerer Kompetenztransfer, der eine höhere Qualitätsgarantie in den Projekten bewirkt.“

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