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Unternehmen misstrauen ihren eigenen Provisionsabrechnungen

02.12.08

Ein Großteil der Unternehmen ist sich nicht sicher, ob sie die Provision an ihre Vertriebsmitarbeiter immer in der richtigen Höhe auszahlen. Einer Erhebung der Nord-Soft GmbH zufolge machen sie dafür vor allem fehlende Kontrollfunktionen und unzureichende Systeme zur Provisionsabrechnung verantwortlich. Die Mitarbeiter bleiben ihrer Ansicht nach jedoch weitgehend frei von Nachteilen, da die Fehlzahlungen zu Lasten der Unternehmen gehen.

Nach der Befragung von fast 300 Firmen sind nur 41 Prozent der Vertriebs- und Finanzmanager der Auffassung, dass die Provisionsansprüche durchgängig immer korrekt abgerechnet werden. 36 Prozent hingegen sind sich in dieser Hinsicht längst nicht so sicher und glauben, dass die Provisionsberechnungen „vermutlich“ immer richtig erfolgen. Etwa ein Viertel der Befragten hat laut der Erhebung von Nord-Soft daran sogar große Zweifel.

Wer zu den Unternehmen zählt, die kein vollständiges Vertrauen in ihre Provisionsabrechnungen haben, sieht den möglichen Schaden vor allem bei sich selbst. Diese Auffassung vertreten 39 Prozent. Lediglich sieben Prozent dagegen glauben, dass die vermuteten Fehlabrechnungen zu Lasten der Provisionsberechtigten gehen. Für alle weiteren profitiert unter dem Strich keine der beiden Seiten.

Als hauptsächliche Ursache für fehlerhafte Provisionsabrechnungen werden von den Firmen vor allem unzureichende Kontrollfunktionen (55 Prozent) und ein intransparenter Abrechnungsprozess (51 Prozent) genannt. Aber auch die Provisionssoftware selbst wird als Schuldiger identifiziert. 48 Prozent sehen einen Nährboden für falsche Berechnungen in der Kompliziertheit ihres Systems und 43 Prozent darin, dass sie eine schon etwas betagte Lösung einsetzen. Manuellen Eingabefehlern weisen hingegen deutlich weniger Unternehmen eine wesentliche Verantwortung zu.

„Letztlich reduzieren sich die Ursachen auf das Provisionssystem“, urteilt Peter Höhns, Vertriebskoordinator bei Nord-Soft. „Auch die Frage der Transparenz und der Kontrollfunktionen sind letztlich in erster Linie eine Frage der Provisionssoftware.“ Ältere Systeme hätten hier deutliche Beschränkungen, beispielsweise weil sie meist keinen Zugriff auf historische Daten bieten und dadurch eine ausreichende Vergleichsbewertung nicht möglich sei. Über moderne Lösungen würde sich eine personelle Zuordnung des Produktverkaufs genau auswerten und in die Provisionsabrechnung übertragen lassen. „In Verbindung mit Plausibilitätskontrollen sind dann Fehlberechnungen ausgeschlossen“, urteilt Höhns.

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