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Unternehmen trauen ihren Daten nicht

14.01.10

Im Rahmen einer Studie befragte das Business Application Research Center (BARC) Unternehmen zur Bedeutung des Themas Datenqualität. Das Gros der 100 Studienteilnehmer zeigte sich über den aktuellen Stand der unternehmenseigenen Datenqualität beunruhigt. Darüber hinaus sind sie der Überzeugung, dass eine schlechte Datenqualität die Wertschöpfung der SAP-Systeme ausbremst. Dennoch nehmen sich über 90 Prozent der Befragten des Themas nicht systematisch an und nur 40 Prozent gaben zu Protokoll, hohes Vertrauen in ihre Daten zu haben. Weitere 47 Prozent zeigten sich durchschnittlich vertrauensvoll und weitere 7 Prozent vertrauen ihren Datensätzen wenig.
 
Bisher standen meist Adressdaten im Fokus des Spannungsfeldes Datenqualität. Doch das Bewusstsein für die Bedeutung der Daten hat sich bei den Unternehmen weiterentwickelt und neben den Adressdaten zählen sie inzwischen auch die Finanzdaten (75 Prozent), die Produktdaten (43 Prozent) oder die Materialdaten (43 Prozent) zu den wichtigen Datensätzen. 

Trotz der Einschätzung der hohen Bedeutung ihrer Daten belassen es die Unternehmen bei einer unsystematischen und punktuellen Sicherung der Datenqualität: Im Tagesgeschäft wird die Qualität bei 72 Prozent manuell gesichert. In 22 Prozent der Unternehmen wird gänzlich auf eine Qualitätssicherung verzichtet, 19 Prozent setzen auf SAP BO, weitere 17 Prozent auf die Werkzeuge anderer Anbieter und nur 2 Prozent haben ausgelagert.
 
Laut BARC ist auffällig, dass nur ein niedriger Prozentsatz der Umfrageteilnehmer das Thema Datenqualität langfristig betrachtet und auf Data Governance-Programme setzt. Solche Tools sind nach der BARC-Studie erst bei 9 Prozent der Studienteilnehmer im Einsatz. 

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