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Wachsender Frust mit den Systemen zur Provisionsabrechnung

19.02.09

Provisionsabrechnungssysteme entwickeln sich immer mehr zum Problemkind in den Unternehmen. Denn waren vor Jahresfrist noch 47 Prozent unzufrieden mit ihren Lösungen, sind es nach einer Erhebung der Nord-Soft GmbH inzwischen bereits 55 Prozent. Hauptsächliche Ursachen der Kritik sind vor allem die veraltete technische Basis bei dem bestehenden System sowie funktionale Beschränkungen und ein hoher Bearbeitungsaufwand. Als Konsequenz daraus ist gegenüber 2008 auch der Kreis der Firmen deutlich angewachsen, die sich in naher Zukunft nach einer neuen Provisionslösung umschauen wollen.

Laut der Vergleichserhebung sind aktuell 8 Prozent weniger Unternehmen mit ihrer Provisionssoftware zufrieden als vor einem Jahr. Sehr gute Noten haben sogar nur 19 Prozent gegeben. Der Grund liegt ihrer Ansicht nach insbesondere in einer unbefriedigenden Effizienz der eingesetzten Systeme. So klagen 58 Prozent darüber, dass ihre Lösung bereits in die Jahre gekommen ist, wodurch nicht zuletzt eine begrenzte Integrationsfähigkeit besteht und auch ein hoher Administrationsbedarf erzeugt wird. Darüber hinaus sind die Anwender mit den funktionalen Möglichkeiten ihrer Altsysteme nicht zufrieden. „Von einer einfachen Administrierbarkeit und komfortablem Benutzerhandling sind sie meist weit entfernt“, urteilt Peter Höhns, Vertriebskoordinator bei Nord-Soft. Außerdem mangele es im Regelfall an einem leicht bedienbaren Formel-Editor und bedarfsgerechtem Funktionsumfang mit starkem Rechenkern.

Ebenso fehle es im Regelfall an einer aktiven Unterstützung der Vertriebssteuerung: „Erst die Lösungen neuerer Generation bieten etwa die Möglichkeit, durch gezielte Auswertungen jederzeit einen genauen Einblick in die Vertriebssituation zu erlangen. Dies ist üblicherweise nach Produkten, Regionen und Zeiträumen ebenso möglich wie nach Mitarbeitern. Der Vorteil für das Vertriebsmanagement besteht insbesondere darin, dass auf Basis dieser Informationen kurzfristig gezielte Provisionsmaßnahmen initiiert werden können, um bei den Sales-Mitarbeitern Impulse etwa für verkaufsschwache Produkte zu schaffen. CRM- und Finanzbuchhaltungssysteme können solche Daten nicht in dem gewünschten Differenzierungsgrad zur Verfügung stellen.“

Als Konsequenz der Schwächen ihrer Systeme wollen deutlich mehr Unternehmen als noch vor einem Jahr in neue Lösungen investieren. Waren dies 2008 noch 42 Prozent, so ist ihr Anteil inzwischen auf etwas mehr als die Hälfte angewachsen. Allerdings sind mit einer Quote von 5 Prozent die kurzfristig geplanten Investitionen relativ gering. Die meisten wollen die Implementierung eines neuen Provisionssystems vielmehr innerhalb der nächsten zwei Jahre vornehmen. „Vielfach werden diese Vorhaben aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise zeitlich verschoben“, spürt Höhns im Markt. Letztlich würden sich die Unternehmen jedoch nicht an einer solchen Entscheidung vorbeimogeln können. „Die eingesetzten Systeme haben technisch oft schon lange ihren Zenit überschritten und können jetzt nur mit hohem Aufwand an die Erfordernisse der Praxis angepasst werden“, steht für ihn eine mittelfristige Ablösung der Altsysteme außer Frage.

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