Aktuelle Praxishilfen:

Ganzheitlich digitale Rechnungsprozesse

In der Praxishilfe werden die kritischen Faktoren in der gegenwärtigen Realität

... [mehr]
Fitness-Check der IT-Infrastruktur

Die Praxishilfe untersucht die Leistungsbedingungen anhand von zehn zentralen Me

... [mehr]
Auswahl des IT-Providers nach der Service-Qualität

Anhand der Praxishilfe können die Anwender unter dem Gesichtspunkt der Service-Q

... [mehr]
Analyse der internen IT-Service-Qualität

Im Wettbewerb kommt nicht nur den IT-Technologien, sondern auch der Qualität der

... [mehr]
Anforderungsanalyse ECM

Die Praxishilfe beschäftigt sie sich insbesondere mit den zentralen Nutzenaspekt

... [mehr]
Suchen & Finden  
erweiterte Suche  

Warum Change Management so häufig in einer Sackgasse landet

12.07.10

Das Thema Change Management, als Methodik zur Gestaltung und Unterstützung erfolgreicher Veränderungsvorhaben, hat nach Auffassung der Unternehmensberatung exagon in der Praxis, einen noch völlig unterentwickelten Stellenwert. Dies trifft insbesondere auch im Rahmen von IT-nahen Projekten zu, wie beispielsweise IT-Reorganisationen, IT-Prozessimplementierungen oder der Einführung neuer Anwendungssysteme. Ohne die Mitarbeiter aktiv in den Veränderungsprozess einzubeziehen, würden jedoch Akzeptanz- und Verständnishürden entstehen, die zu erheblichen Produktivitätsbeschränkungen führen. Deswegen müsste der scheinbare Erfolg entsprechender Projektvorhaben im Grunde neu bewertet werden.

„Nur wenn bei Mitarbeitern ein positives Verhältnis zu neuen Technologien, Prozessen und Anwendungen aufgebaut wird, können deren Potenziale ausreichend aktiviert und die gewünschten Nutzeneffekte auch tatsächlich erzielt werden“, plädiert Werner Stangner, exagon-Geschäftsführer und ausgebildeter Change-Manager, für ein klareres und vor allem konsequenteres Bekenntnis zum Change Management. Es müsse sich als eine feste Komponente in allen Projektplanungen etablieren, denn Change-Management adressiere unmittelbar die Komponente „Akzeptanz“ im sogenannten „Magischen Zielquadrat“. „Die Beschränkung auf funktionale Schulungen reicht heutzutage längst nicht mehr aus, um die Mitarbeiter in ausreichender Weise abzuholen und wirklich mitzunehmen“, betont er und verweist darauf, dass Change-Management Aktivitäten schon seit vielen Jahren ein Erfolgsfaktor in den exagon-typischen Kundenprojekten ist. Abgeleitet aus diesen Erfahrungen aus der Beratungspraxis beschreibt Stangner die fünf wichtigsten Gründe, warum das Thema Change Management so häufig in einer Sackgasse landet:

• Change Management findet oft lediglich auf dem Papier statt: Zwar beschreiben inzwischen viele Projektplanungen die Absicht, den betreffenden Mitarbeiterkreis gezielt auf die projektbedingten Veränderungen vorzubereiten. Tatsächlich haben solche Ziele vielfach nur Alibi-Charakter und werden deshalb nicht konsequent verfolgt.
 
• Unkenntnis der Methoden bremsen gute Absichten: Das Change Management mit seinen methodischen Vorgehensweisen ist keine Disziplin, die Menschen per se beherrschen oder die sich aus einer spezifischen IT-fachlichen Kompetenz ableiten. Auch in Schulungen zum Projektmanagement finden Methoden zur Gestaltung von Veränderungsprozessen nur am Rande oder zumindest nicht mit einer adäquaten Aufmerksamkeit statt.

• Fehlendes Budget: Sofern Change Management als Aspekt in der Projektplanung auftaucht, sind dessen Möglichkeiten zur Realisierung enge Fesseln angelegt, weil dafür keine oder nur geringe finanzielle Mittel vorgesehen sind. Und wenn sich die Projektkosten gegenüber den ursprünglichen Kalkulationen steigern, geht dies bevorzugt zulasten der möglicherweise vorhandenen Budgets für das Projektmarketing und die Maßnahmen zur Umsetzung der Veränderungsprozesse. Deshalb bedarf es separater Budgets, explizit für diese Aufgaben.

• Es fehlt in der IT- und Business-Organisation der „Enabler“ bzw. „Treiber“ für dieses Thema: Weil sein unternehmensstrategischer Wert in der Praxis noch nicht ausreichend erkannt wird, mangelt es auch an erforderlichen Meinungsbildnern und – als Konsequenz – an einer adäquaten internen Kultur für das Change Management. Infolge dieses Defizits beschränken sich Maßnahmen zur Steuerung der Veränderungsprozesse weitgehend auf Einzelinitiativen, deren Ergebnisse zudem keine angemessene Bewertung erfahren und zu wenig kommuniziert werden.

• Keine klaren Verantwortlichkeiten: Das Change Management wird im Regelfall als eine implizite Aufgabe des Projektleiters verstanden, dessen primäres Augenmerk jedoch auf die zielgenaue inhaltliche Realisierung des Vorhabens ausgerichtet ist, also auf das „Was“ und daher häufig viel weniger das „Wie". Die Auswirkungen können jedoch sehr weitgehende strategische, organisatorische und personelle Auswirkungen haben, weshalb dem Management dieser Veränderungen eine hohe Bedeutung zukommt und somit andere Verantwortlichkeitskreise im Unternehmen unmittelbar berührt. Eine klare Definition der Zuständigkeiten über institutionalisierte Strukturen fehlt jedoch im Regelfall, insofern bestehen auch keine präzisen qualitativen Vorgaben für das Change Management.

„Die geforderte Veränderungsdynamik in den IT-Organisationen wie generell in den Unternehmen wird zukünftig noch deutlich zunehmen“, ist sich Stangner sicher. „Deshalb kann man den Unternehmen gegenüber nur  die dringende Empfehlung aussprechen, Change-Management als einen echten Erfolgsfaktor für den unternehmerischen Wandel ernst zu nehmen“, resümiert der exagon-Berater.

Weitere Meldungen

7 typische Stolpersteine der schriftlichen Kundenkommunikation

Durch die wachsende Digitalisierung nimmt die schriftliche Kundenkommunikation anders als

...
Anwenderumfrage von Computacenter zu Windows 7

Im Rahmen des First Wave Programms konnten über 50 Pilotanwender das neue Betriebssystem v

...
Unternehmen missachten Sicherheitsheitslücken in ihren Netzwerken

Über 73 Prozent der von Dimension Data im vergangenen Jahr untersuchten Netzwerkgeräte in

...
Rechenzentren haben einen großen Konsolidierungsdruck

Viele Rechenzentren weisen nach Einschätzung der Unternehmensberatung INFORA einen hohen K

...
Shell bezieht Kommunikationsdienste aus der Cloud

Die Branchenschwergewichte Microsoft und T-Systems haben von Shell einen Outsourcing-Auftr

...
Novell nutzt dynaTrace

Der Enterprise Software Konzern Novell nutzt zur Diagnose und Lösung von Software-Performa

...
IT-Managementberater können ihren Marktwert online testen

Die Unternehmensberatung Ardour Consulting stellt eine interaktive App bereit, mit der IT-

...
Berlecon geht dem Nutzen von Unified Communications auf den Grund

Laut Berlecon muss bei Unified Communications (UC)-Projekten darauf geachtet werden, dass

...
Experton Group will Licht in die Wolke bringen

Der noch recht junge Markt des Cloud Computing bietet nach Meinung der Experton Group weni

...
eco-Umfrage: Handy-TV verzögert sich

Wegen des wahrscheinlichen Zuschlags für die Sendeplattform auf Basis der DVB-H-Technik du

...