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Web 2.0 polarisiert: Viele Unternehmen sind unzufrieden

27.09.07

Mit dem Einsatz neuer und integrierter Lösungen stärkt Web 2.0 nachhaltig die Kommunikation mit Kunden und die Zusammenarbeit unter Mitarbeitern, das ist unbestritten. Tourismuskunden können zum Beispiel Erfahrungsberichte anderer Reisender online abrufen, Industrieunternehmen lassen ihre Geschäftspartner in einem Forum über neue Produktentwicklungen diskutieren und Forschungsabteilungen vernetzen ihr Wissen weltweit in Wikis. Darum setzen viele Unternehmen bereits Web 2.0-Lösungen wie Blogs, Foren oder Wikis ein, aber trotzdem gehen die Meinungen zu Web 2.0 immer noch weit auseinander. Laut einer weltweiten Studie der Unternehmensberatung McKinsey, erklärt jeder Vierte von 2.847 befragten Geschäftsführern, dass er mit seinen Investitionen in Web 2.0-Konzepte unzufrieden und nicht bereit ist, das Budget beizubehalten oder zu steigern.

Der Grund für diese Polarisierung liegt nach Meinung von RedDot Solutions, einem Web Content Management-System Anbieter, in der mangelnden Integration von Web 2.0-Features in bestehende Web-Umgebungen. Oft werden nur Einzellösungen genutzt und diese Enden dann als Kompetenz- und Wissensinseln ohne weitere Vernetzungen. Damit können aber keine Synergie-Effekte erzielt oder die Schwarmintelligenz ausgenutzt werden. Zudem können Online-Redakteure oft Web 2.0 nicht wunschgemäß in Informationsangebote einbauen. Hier ist immer die Hilfe von IT-Spezialisten gefragt.

Dennoch sind Investitionen in Web 2.0 Technologien zukunfts Trächtig und Bestandteil einer wirksamen Web-Strategie. Es gibt fünf Regeln die zu beachten sind, wenn nicht auch der Internettraum 2.0, wie die dotCom-Blase zerplatzen soll.

1. Web 2.0 ist eine Investition zur Speicherung von Wissen. Wikis und Blogs bieten Zugriff auf das Wissen von Mitarbeitern, auch wenn sie das Unternehmen längst verlassen haben – ein wichtiger Aspekt, da viele Mitarbeiter aus der Baby-Boomer Generation in den nächsten zehn Jahren in Ruhestand gehen.

2. Web 2.0 sollte nicht als Insellösung implementiert werden: Nutzergenerierte Inhalte und redaktionelle Inhalte sollten sinnvoll miteinander orchestriert und nicht getrennt betrachtet werden, um Synergien zu erzeugen.

3. Sicherheit hat hohe Priorität: Eine Kette ist nur so sicher wie ihr schwächstes Glied. IT-Lösungen sind unter Sicherheits- und Performance-Gesichtspunkten kritisch zu betrachten. Web 2.0 sollte im Unternehmen nur auf Basis der zentralen Nutzerverwaltung zum Einsatz kommen.

4. Anreize bieten, um neu geschaffene Interaktionsmöglichkeiten mit Leben zu füllen: Eine gute technische Lösung wie ein integriertes Wiki ist die Basis, muss aber auch bekannt sein und genutzt werden. Vor allem in Intranets und Extranets spielt dies eine große Rolle.

5. Web 2.0 in Personalisierungskonzepte einbinden: Moderne Content Management-Systeme mit integrierter Personalisierung ermöglichen den individuellen Zugriff auf sämtliche Inhalte. So stehen der Personalbteilung andere Daten zur Verfügung, als dem Vertrieb oder der Geschäftsführung – unabhängig, ob diese redaktionell oder in Foren oder Blogs erstellt worden sind.

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