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Wirtschaftskrise schrabbt an TK-Sektor vorbei

25.08.09

Trotz Wirtschaftskrise wird der weltweite Markt für Telekommunikation im laufenden Jahr leicht wachsen. Das teilte nun der Branchenverband BITKOM unter Berufung auf eine aktuelle Studie des European Information Technology Observatory (EITO) mit. Ihr zufolge steigt der Umsatz 2009 um ein Prozent auf 1,32 Billionen Euro. Das kommende Jahr wird sich in den Büchern der  hier tätigen Unternehmen mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent etwas besser darstellen. Laut BITKOM-Präsident Scheer reagiert der TK-Sektor nur geringfügig auf die Wirtschaftskrise. Die Zahl der Mobilfunknutzer steigt nach wie vor kräftig. Laut EITO-Prognose soll die Summe der weltweiten Handy-Nutzer in diesem Jahr erstmals die Hürde von 4 Milliarden überschreiten.

Stärkste Zuwächse in den Schwellenländern
Stärkste Umsatzzuwächse sind mit 12 Prozent in Indien zu finden. In Brasilien legt der TK-Markt in diesem Jahr um 6 Prozent und in China um 2,2 Prozent zu. China ist inzwischen hinter den USA und Japan der drittgrößte TK-Markt der Welt. Für die Industrie-Nationen sieht Scheer Licht am Ende der Wachstumsdelle. So könne hier 2010 wieder mit Wachstum gerechnet werden, das durch Smartphones und die Nutzung mobiler Datendienste getragen würde. Für die Europäische Union sieht Scheer nach einer Minusphase von 0,1 Prozent für 2009 im kommenden Jahr ein einprozentiges Wachstum. Hierzulande müsse für dieses Jahr mit einem Umsatzminus von 2 Prozent kalkuliert werden.

Große Unterschiede attestiert die EITO-Studie den beiden großen Segmenten des TK-Marktes. Gut 80 Prozent des Umsatzes entfallen auf Telefon- und Internetdienste. Ein Fünftel des Geschäfts wird mit Endgeräten und Infrastruktur gemacht. Während der Umsatz mit TK-Diensten in diesem Jahr um 2,7 Prozent auf rund 1,1 Billionen Euro wachsen soll, gibt der globale Markt für Endgeräte und Infrastruktur, laut Studie, um 5,6 Prozent auf 246 Milliarden Euro nach. 

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