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Woran sich unzureichende Tools für virtuelle Infrastrukturen erkennen lassen

01.07.09

Mit der Einführung virtueller Technologien gehen nach Meinung der Unternehmen deutliche Veränderungen im Management der IT-Infrastruktur einher. Dies ermittelte eine Erhebung der xTigo Software AG, der zufolge nach Meinung der meisten Unternehmen die herkömmlichen Management-Systeme für virtuelle Landschaften nur bedingt geeignet sind. Sie betonen darin besonders ein schwierigeres Management der Ressourcen aufgrund der höheren Komplexität der IT-Landschaft sowie höherer Ansprüche an die Kontrolle und Verwaltung der virtuellen Elemente. Mit den klassischen Lösungen für das System-Management lassen sich diese Anforderungen nach Auffassung der meisten Technikverantwortlichen nicht ausreichend verwalten.

„Die meisten Tools erfüllen zwar die Grundfunktionalitäten etwa für die Administration, Ressourcenmanagement oder Überwachung von virtuellen Umgebungen“, urteilt xTigo-Vorstand Ingo Buck. „Allerdings ist der Reifegrad hinsichtlich der Integration in die Organisation und Betriebs- sowie Supportprozesse oft noch nicht weit genug fortgeschritten.“ xTigo hat deshalb herstellerneutral Merkmale erarbeitet, anhand derer unzureichende Tools für virtuelle Infrastrukturen erkennbar sind:

Keine ausreichende Prozessorientierung im Technologieansatz: Da sich die Unternehmen inzwischen in integrierten Prozessen organisieren, sind auch Lösungen erforderlich, die auf einfache Weise durchgängige Workflows wie etwa Berechtigungsprozesse oder Änderung von Konfigurationen über alle Systeme schaffen. Über herkömmliche Tools können die Prozesse meist nur seriell abgearbeitet werden, außerdem lassen sich die Prozesse nicht gegenseitig beeinflussen.

Unterstützung gemischter Umgebungen nicht möglich: Infolge der wachsenden Verbreitung der virtuellen Technologien wird es in den Unternehmen über längere Zeit zu einer Koexistenz klassischer und virtueller Verhältnisse kommen. Der Einsatz jeweils spezialisierter Management-Tools erzeugt einen vermeidbaren Investitions- und Administrationsaufwand bei gleichzeitig nur begrenzter Transparenz und Automation der Prozesse.

Schwierige Integration anderer Management-Tools: Proprietäre und technisch schwer miteinander zu verbindende Werkzeuge verhindern die notwendige Durchgängigkeit und Flexibilität. Für eine übergreifende Betrachtung und Steuerung der Prozesse muss das Tool deshalb die vorhandenen Management-Systeme einfach integrieren können.

Vollständige Dienste können nicht automatisiert werden: Services wie beispielsweise die Bereitstellung virtueller Systeme, Anwendungen oder Arbeitsplätze lassen sich nur dann schnell und wirtschaftlich realisieren, wenn sie weitgehend ohne manuelle Eingriffe auskommen. Dieser allein aus Effizienzgründen eminent wichtigen Anforderung entsprechen erst wenige Management-Tools.

Nicht ausreichend SLA-tauglich: Als unmittelbare Konsequenz der Restriktion, über das Management-Tool keine kompletten Services automatisiert bereitstellen zu können, wird auch die Qualitätssteuerung massiv eingeschränkt. Denn wegen der fehlenden Durchgängigkeit der Prozesse ist keine ganzheitliche Sicht möglich, demzufolge können die Service Levels nur partiell ermittelt und reportet werden.

Keine Unterstützung mehrerer Virtualisierungs-Plattformen: Infolge der verschiedenen Virtualisierungstechnologien für unterschiedliche Einsatzfelder – etwa Server und Desktops – gehören auch verschiedene Virtualisierungs-Plattformen zum Gesicht der IT-Infrastrukturen. Nur ein Tool, das universell die unterschiedlichen virtuellen Technologien integrieren kann, erzeugt die nötige Investitionssicherheit und ist gleichzeitig in der Lage, die Transparenz- und Automatisierungspotenziale optimal auszuschöpfen.

Unklare Transparenz und Sicherheit: Virtuelle Landschaften stellen aufgrund der Komplexität hinsichtlich der Compliance-Anforderungen deutlich größere Herausforderungen dar, als die klassischen Infrastrukturen. Demzufolge sind über das Tool die Revisionssicherheit und Nachvollziehbarkeit – etwa durch eine automatische Dokumentation und ein automatisiertes Configuration Management – sicherzustellen.

„Mit der Auswahl eines falschen oder zumindest unzureichenden Management-Tools entsteht automatisch ein Leistungsverlust bei gleichzeitigem Zuwachs an administrativen Aufgaben“, problematisiert Buck. „Wichtigster Maßstab bei der Marktevaluierung ist die übergreifende Prozessorientierung, damit die Automation nicht ausgebremst wird.“ Ebenso sollte damit möglich sein, dass es auch von Fachabteilungen autonom eingesetzt werden kann.

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