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Yahoo erneut wegen Datenweitergabe vor Gericht

29.02.08

Der Internet-Dienstleister Yahoo und seine Niederlassung in Hongkong sind wieder von chinesischen Dissidenten verklagt worden. Erneut wird wegen dem Vorwurf der Weitergabe von Zugangsdaten zu privaten E-Mail-Accounts und anderen privaten Daten vor einem Bundesbezirksgericht in Kalifornien verhandelt. Durch die Datenweitergabe war es der kommunistischen Regierung möglich, die Identität der User festzustellen. Yahoo habe damit zur Inhaftierung und Misshandlung beigetragen. Den Angaben von Marketwatch zur Folge haben Zheng Cunzhu, Li Zhi, Gua Quan und eine Gruppe names China Democracy Party West American Foundation die Klage eingereicht.

Dies ist nicht der erste Fall, bei dem der Internt-Dienstleister moralisches Fehlverhalten nachgesagt wird. Voriges Jahr einigte sich das Unternehmen in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit zwei chinesischen Dissidenten in einem sehr ähnlichen Sachverhalt auf eine finanzielle Unterstützung der Familien der Inhaftierten, ergänzt um eine monetäre Unterstützung eines Dissidenten-Fonds. Yahoo weist auch heute noch jede Verantwortung von sich, zuvor hatte sich indes der damalige Unternehmenschef Jerry Yang nach einer Kongressanhörung bei der Mutter des Dissidenten entschuldigt, was durchaus als Schuldeingeständnis gewertet werden darf.

Nun wird vom Internet-Riesen Schadenersatz und eine Unterstützung verlangt, die Inhaftierten wieder auf freien Fuß zu bekommen. Die Kläger vermuten, dass das Unternehmen bei der Verfolgung behilflich gewesen sei.

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