Aktuelle Praxishilfen:
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Der ZEW-IDI, eine Messgröße die die Stimmung der Dienstleister der Informationsgesellschaft (wissensintensive Dienstleister u. ITK-Dienstleister) erfasst, ist im dritten Quartal um 5,6 Punkt auf 54,7 Zähler angestiegen. Damit liegt der Indikator in diesem Jahr erstmalig über dem kritischen Wert von 50 Punkten und deutet auf eine Stimmungsverbesserung hin. Laut ZEW zeichnet die verbesserte konjunkturelle Stimmung im vierten Quartal hierfür verantwortlich. Der entsprechende Teilindikator für die Geschäftserwartungen stieg im zurückliegenden Quartal auf einen Wert von 62,1 Punkten. Laut Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, ein Zeichen für die optimistischen Erwartungen der Unternehmen für das angebrochene vierte Quartal.
Mit 58,2 Punkten ist der Stimmungsindikator der Teilgruppe ITK-Dienstleister etwas höher als der ZEW-IDI insgesamt für das zurückliegende Quartal. Etwas schwächer aber positiv sind die Erwartungen des Teilsegments wissensintensiver Dienstleister, zu denen neben Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern auch Architekten, Unternehmensberatungen sowie Werbefirmen zählen, mit 51,7 für die zurückliegende Erfassungsperiode.
Die wirtschaftliche Lage der ITK-Händler hat sich im dritten Quartal merklich erholt. Hier berichten die Unternehmen von einem Umsatzplus und kalkulieren bis Jahresende ähnlich optimistisch, bei steigender Nachfrage und sinkenden Preisen.
Ähnlich gut klingen auch die Stimmen aus den Reihen der TK-Dienstleister. In der zurückliegenden Dreimonatsperiode konnte das Gros eine gestiegene Nachfrage verbuchen und geht mit gleichen Erwartungen in das letzte Quartal 2009. Ein gleiches Bild zeigt sich bei den Unternehmensberatungen und dem Bereich Forschung und Entwicklung.
Einzig die Gruppe der Software- und IT-Dienste, Steuerberatungen, Wirtschaftsprüfer, Architekten sowie technischen Beratungen und Planungen ist nicht ganz so positiv eingestellt. Hier wird die wirtschaftliche Situation als stabil bezeichnet. Während Steuerberater und Wirtschaftsprüfer von unveränderten Umsätzen und gleicher Nachfrage ausgehen, rechnen die technischen Beratungen und Planer mit einer Belebung ihre Geschäft im vierten Quartal. Innerhalb der Teilgruppe Software und IT-Dienste ist mit keinen Änderungen zu rechnen.
Einzige Ausnahme ist die Werbebranche, die den kommenden drei Monaten umsatzpessimistisch gegenübersteht. Für den zurückliegenden Erfassungszeitraum mussten sinkende Umsätze, Erträge und ein Nachfrageminus hingenommen werden.
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragesituation, Umsatz- sowie Nachfragerwartung gebildet und quartalsweise erhoben.
